Richtlinien

Der Schutz der Jugendlichen und Arbeitgebenden steht bei Small.Jobs an erster Stelle. Folgende Richtlinien sorgen für optimalen Personen-, Jugend-, Daten-, Rechts- und Versicherungsschutz. Bitte lesen Sie diese genau durch, bevor sie Small.Jobs benutzen. Mit der Verwendung von Small.Jobs erklären Sie sich mit diesen Richtlinien einverstanden.

Unfallversicherung

Private Arbeitgebende:

Generell gilt: Jugendliche, die arbeiten, sind versicherte Personen gemäss Art. 1a des schweizerischen Unfallversicherungsgesetz (UVG). Es gilt eine Meldepflicht für den Arbeitgeber. Eine Ausnahme bilden allerdings „Sackgeldjobs“, welche als „Handreichung“ über eine lokale Job- resp. Wochenplatzbörse vereinbart werden. Wenn ein Jugendlicher während eines „Sackgeldjobs“ in einem Privathaushalt einen Unfall erleidet, ist die Deckung für die Heilungskosten über die obligatorische Unfalldeckung im KVG gegeben. Weder der Privathaushalt noch die Job- oder Wochenplatzbörsen schliessen dafür weitergehende Versicherungen ab.

Smalljobs vermittelt keine Jugendliche ohne unterschriebene Elterneinverständniserklärung. Die Haftpflicht- und Unfallversicherung ist Sache der teilnehmenden Jugendlichen und der Eltern. Mit einer unterschriebenen Erklärung bestätigen die Erziehungsberechtigten dies verbindlich. Die Jobbörse kann in keinem Fall haftbar gemacht werden.

Gewerbliche Arbeitgebende, Vereine und andere juristische Personen:
Bei Betrieben mit Angestellten ist über die die Obligatorische Unfallversicherung UVG des Betriebs  geregelt.  Juristische Personen, die bisher keine Angestellte hatten, müssen für die Jugendlichen eine Versicherung abschliessen.

Haftpflichtversicherung

Private Arbeitgebende:
Jugendliche die von einer lokalen Jobbörse vermittelt werden, sind über ihre Familienhaftpflicht versichert. Bei Einsätzen in Privathaushalten gilt einerseits die Haftpflichtversicherung des Jugendlichen resp. die der Eltern (Familienhaftplicht), anderseits deckt evtl. die Versicherung des Abreit- gebers unter dem Stichwort “privates Dienstpersonal” den Jugendlichen bzgl. Haftpflicht ab. Dem Arbeitgeber obliegt während der gesamten Beschäftigungszeit eine Ausbildungs- resp. Anleitungs- sowie Überwachungspflicht.

Gewerbliche Arbeitgebende, Vereine und andere juristische Personen: Bei Einsätzen in Unternehmen gilt die Betriebshaftpflicht.

Entlöhnung

Die Entlöhnung der Jugendlichen erfolgt in der Regel durch die Arbeitgebenden in Bar am Ende jedes Arbeitseinsatzes. Alternative Regelungen müssen im Vorfeld mit den Jugendlichen schriftlich vereinbart werden.

Übersteigt der  Lohn eines Jugendlichen bei einem Arbeitgebenden innerhalb eines Kalenderjahrs CHF 750.–, muss er oder sie bei der AHV angemeldet werden und braucht eine Unfallversicherung.
Mehr Infos z.B. hier: https://www.ahv-iv.ch/p/2.07.d

Personenschutz

Die beteiligten Vermittler_innen sind professionelle Jugendarbeiter_innen und Sozialarbeiter_innen. Sie begleiten Jugendliche und Arbeitgebende vor, während und nach der Vermittlung bestmöglich nach professionellen Standards.

Datenschutz

Small.Jobs verschlüsselt bei der Übertragung sämtliche Personendaten (SSL/TLS) nach dem neuesten Stand der Technik. Daten werden ohne Einverständnis nicht an Dritte weitergegeben und nur auf Servern in der Schweiz gespeichert. Auf Wunsch können sowohl Jugendliche als auch Arbeitgebende ihre Daten jederzeit löschen lassen.

Jugendschutz

Das Mindestalter beträgt 13 Jahre. Für Jugendliche bis 15 Jahre gilt ein Arbeitsverbot. Im Gesetz sind aber Ausnahmen aufgeführt für Jugendliche ab 13 Jahren.

Die Jugendschutzbestimmungen betreffen alle Jugendliche bis zu ihrem 18. Lebensjahr.

Welche Tätigkeiten sind erlaubt?

  • leichte Arbeiten
  • Botengänge
  • kulturelle, künstlerische und sportliche Tätigkeiten
  • Werbung

Was sind leichte Arbeiten?

Leichte Arbeiten haben keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit, die Sicherheit sowie die physische und psychische Entwicklung der Jugendlichen. Sie beeinträchtigt weder den Schulbesuch, noch die Schulleistung.

Wie lange darf ein Jugendlicher ab 13 Jahren arbeiten?

Während der Schulzeit betragen die Höchstarbeitszeiten 3 Stunden pro Tag und 9 Stunden pro Woche.

Während der Ferienzeit die halbe Dauer der Schulferien, 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche.

Bei mehr als 5 Stunden muss mindestens eine halbe Stunde Pause gewährt werden und zwischen zwei Arbeitseinsätzen müssen mindestens 12 Stunden Ruhezeit liegen.

Ist Nacht- und Sonntagsarbeit erlaubt?

Nacht- und Sonntagsarbeit ist für Jugendliche generell verboten. Ausnahmen werden nur bewilligt, wenn dies im Rahmen der beruflichen Grundausbildung unentbehrlich ist.

Bei künstlerischen, kulturellen und sportlichen Anlässen, die nur abends oder am Sonntag stattfinden, dürfen Jugendliche ebenfalls ausnahmsweise bis 23 Uhr eingesetzt werden.

Was ist verboten?

Jugendliche dürfen nicht zur Bedienung in Bars, Nachtlokalen oder Diskotheken angestellt werden. Die Bedienung in Hotels, Restaurants und Cafés ist für Jugendliche unter 16 Jahren nur eingeschränkt erlaubt.

Jugendliche unter 16 Jahren dürfen nicht in Betrieben der Filmvorführung oder im Zirkus beschäftigt werden.

Jugendliche dürfen keine gefährlichen Arbeiten leisten. Vom Bund wurde eine Liste mit gefährlichen Arbeiten für Jugendliche erstellt, die verboten sind.

Was müssen Arbeitgeber tun?

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Jugendlichen ausreichend und angemessen zu informieren und anzuleiten, vor allem in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Er muss auch die Eltern über Gefahren informieren.

Wo finden sich weitere Informationen zum Arbeitsgesetz??