Jobs finden

Jugendarbeitende finden problemlos motivierte Jugendliche. Dank Smalljobs ist eine sichere, effiziente und differenzierte Vermittlung der Jobs ein Kinderspiel. Die Wirkung von Sackgeldjobs ist unbestritten. Doch wie finde ich Jobs für Jugendliche?

Erfahrungsgemäss ist dies die grösste Herausforderung im Betrieb einer Jobbörse. Folgende Tipps & Tricks helfen dabei:

Medienarbeit

Eine gute Zusammenarbeit mit den lokalen Medien, vom Dorfblatt über die Lokalzeitung bis zum Regionalradio, hilft enorm beim Aufbau einer erfolgreichen Sackgeldjobbörse. Denn über diese können verschiedene Zielgruppen gleichzeitig und ohne Kosten erreicht werden: Jugendliche, ihre Eltern, potentielle Arbeitgeber (ob Privatpersonen, Firmen oder Organisationen). Eine Sackgeldjobbörse ist ein spannendes generationenverbindendes Angebot, über das die Medien in der Regel sehr gerne berichten. Wichtig ist es, in der Kommunikation mit vielfältigen und möglichst anschaulichen Beispielen zu arbeiten. Für die Medien ist es auch sehr attraktiv, wenn man eine „Story“ in Form von einem erfolgreichen Tandem (Jugendliche(r)-ArbeitgeberIn) bieten kann, mit Foto & Interviewkontakten.

Generell lohnt sich die persönliche Kontaktaufnahme mit Redaktion/Journalisten. Die Erfahrung zeigt, dass dem sinnvollen, attraktiven, sozialen und lokal verankerten Angebot der Sackgeldjobbörse sehr viel Wohlwollen entgegengebracht wird und man dann manchmal mehr Fläche oder gar eine längerfristige Kooperation erhält, wenn man in den Dialog tritt, als wenn man einfach eine Pressemitteilung verschickt.

Vernetzung mit lokalen Vereinen

Meist verfügt die Gemeindeverwaltung über ein Verzeichnis von lokalen Vereinen. Oft finden sich dort viele engagierte Personen. Am besten ist eine persönliche Kontaktaufnahme per Telefon mit Mitgliedern aus dem Vorstand der Vereine, um eine kurze Präsentation bei einer Mitgliederversammlung zu vereinbaren. Falls möglich kann man für solche Vorstellungstermine auch Jugendliche mitnehmen.

Vernetzung mit der Kulturszene

Kulturbetriebe sind oft auf der Suche nach Nachwuchs. Mit der Jobbörse kann man ihnen den Kontakt zu Jugendlichen erleichtern. Wichtig ist, dass die Jugendlichen nicht im Barbetrieb oder nach 22 Uhr arbeiten (siehe Richtlinien). Aber viele andere Aufgaben im kulturellen Bereich sind sehr geeignet.

Vernetzung mit Firmen

Für die berufliche Integration ist die Arbeit bei Firmen besonders wirksam. Auch dort ist ein persönliches Vorstellen der Jobbörse am wirksamsten. Es gibt dazu verschiedene Möglichkeiten:

  • Persönlicher Besuch bei Geschäften
  • Persönliches Vorstellen der Jobbörse beim Gewerbeverband
  • Persönliches Vorstellen bei der Standortförderung

Vernetzung mit der Seniorenförderung

Für den Generationendialog sind Jobs bei Senior_innen sehr wirksam. Niederschwellig entstehen so lokale Beziehungen zwischen den Generationen. Um dies zu ermöglichen muss bei Seniorinnen und Senioren das Vertrauen in die Jobbörse geschaffen werden. Dies funktioniert am besten über Multiplikatoren aus der Seniorenförderung. Je nach lokalen Begebenheiten gibt es dafür viele Möglichkeiten. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Jugendlichen keine professionelle Leistung konkurrenzieren.

Alterszentren: Jugendliche können in Alterszentren im Rahmen von Sackgeldjobs Spaziergänge begleiten, vorlesen oder bei anderen Freizeitaktivitäten mitmachen. Entweder kann der Kontakt dafür über die lokale zentrale Leitung der Alterszentren passieren, oder über einzelne Zentren.

Spitex und Pro Senectute: Lokale Träger der Spitex und Pro Senectute können für eine Kooperation angefragt werden.

Seniorenverband: In vielen Regionen gibt es Seniorenverbände. Sie organisieren Aktivitäten für Senior_innen und freuen sich oft an ihren Mitgliederversammlungen eine Vorstellung der Jobbörse zu erhalten.

Altersförderung der Gemeinde: In verschiedenen Gemeinden gibt es eine Alterfsförderung. Über diese Stelle kann Kontakt zu weiteren Organisationen gefunden werden.